Salutogenese

Salutogenese – zwischen Krankheit und Gesundheit

Salutogenese

Krankheit und Gesundheit – nicht immer schwarz-weiß

Gesundheit und Krankheit sind in einem kontinuierlichen Prozess eng miteinander verbunden. Das heißt es gibt nicht nur reine Gesundheit oder Krankheit. Ständig bewegen wir uns irgendwo dazwischen. Das bedeutet, dass kein Mensch immer nur gesund oder krank ist. Um das zu verstehen, ist es wichtig, den Menschen ganzheitlich zu betrachten. Genau diese Sichtweise verfolgt die Salutogenese.

Ob wir gesund oder krank sind, hängt von zahlreichen Einflussfaktoren ab. Eine mögliche Gliederung dieser Faktoren ist die Unterscheidung zwischen äußeren und inneren Einflüssen.  Innere Einflüsse wie die persönliche Einstellung, Stress oder Gefühle wirken auf die Gesundheit ebenso wie externe Faktoren wie Umweltbedingungen, Krankheiten und Lebensstil.

Salutogenese

Dass man Krankheit und Gesundheit nicht eindeutig voneinander trennen kann, besagt auch das Konzept der Salutogenese. Hier geht es darum, dass es viele Wechselwirkungen und Faktoren gibt, die Einfluss auf die Gesundheit nehmen. So ist die Gesundheit kein fixer Zustand, sondern ein ständiger, komplexer Prozess. Man geht weg von der Sichtweise, dass die Medizin ausschließlich dafür da ist, die Funktionsfähigkeit wiederherzustellen, ohne auf den Patienten und seine Psyche einzugehen. Besonders zentral ist auch die Frage: „Was hält einen Menschen gesund?“

Die eingesetzten Methoden in der Salutogenese sollen sich an der Stimmigkeit und Kohärenz orientieren, und sich an der Gesundheit und den dafür notwendigen Ressourcen ausrichten. Es geht immer um das Individuum, um das subjektive Erleben und somit auch um die Selbstorganisation und Selbstheilung. Die Ideen sollten sich immer weiter entwickeln können und mehrere Möglichkeiten einschließen

Selbstverantwortung, Selbstbestimmtheit, Selbstwirksamkeit

Die Salutogenese berücksichtigt auch besonders die persönliche Wahrnehmung des Menschen und besagt, dass die Gesundheit auch maßgeblich von der Psyche abhängt. Menschen gehen mit bestimmten Situationen verschieden um, und die gesundheitlichen Konsequenzen unterscheiden sich auch dementsprechend stark. Das bedeutet auch, dass man seine Gesundheit selbst in die Hand nehmen kann – mit Belastungen umgehen zu lernen ist zentral für jeden Menschen!

Zu einem gewissen Teil ist also jede und jeder von uns selbst für seine Gesundheit verantwortlich. Die innere Einstellung macht einen großen Unterschied! Man kann also selbst sein Schicksal in die Hand nehmen und muss eine Belastung nicht einfach hinnehmen.

Wie gut das funktioniert, hängt auch mit dem sogenannten Kohärenzgefühl zusammen. Dieser zentrale Begriff im Modell der Salutgenese meint eine tiefe innere Zufriedenheit und ein Zugehörigkeitsgefühl. Dafür braucht es drei Eigenschaften:

  • Verstehbarkeit: Man muss in der Lage sein, Zusammenhänge zwischen Geschehnissen im Leben herzustellen und diese verstehen
  • Bewältigbarkeit: Die Fähigkeit, mit den Geschehnissen umgehen zu können
  • Sinnhaftigkeit: Die Überzeugung, dass alles, was passiert, einen Sinn hat

Diese Eigenschaften entwickelt jeder Mensch besonders in den ersten 20 Lebensjahren, und je nach Ausprägung bestimmen sie, wie gut man mit Krisen umgehen kann. Somit hängt auch die Gesundheit maßgeblich von diesen Faktoren ab.

Resilienz

Eng verbunden ist die Salutogenese auch mit dem Begriff der Resilienz, was Widerstandsfähigkeit bedeutet. Je besser wir mögliche potentiell krank machende Umstände abwehren können, umso gesünder bleiben wir. Resiliente Menschen können in kritischen Situationen auf mögliche persönliche Ressourcen zurückgreifen, und können auch eine Krise als Möglichkeit zur Weiterentwicklung sehen.

Fazit zur Salutogenese

Durch die Stärkung der eigenen Gesundheitsressourcen kann das Wissen um die Salutogenese für mehr Gesundheit und Selbstbewusstsein sorgen. Herausforderungen werden somit besser bewältigt und Belastungen können besser abgewehrt werden. „Krankheit“ und „Gesundheit“ sind niemals absolut – Menschen befinden sich immer in einem wandelbaren Prozess irgendwo dazwischen. Durch diese Sichtweise ist die Salutogenese eine selbstbestimmte Perspektive, die viele verschiedene Faktoren berücksichtigt und dabei hilft, die Gesundheit zu fördern und zu erhalten.

 

Betriebliche Gesundheitsförderung – fitte Mitarbeiter für ein gutes Betriebsklima

Gesunde, produktive und teamfähige Mitarbeiter sind ein Fixbestandteil im Erfolgsrezept jeden Betriebes. Deshalb ist die betriebliche Gesundheitsförderung auch ein Muss in jeder Unternehmensstrategie. Dazu gehört mehr als nur der ergonomische Arbeitsplatz – für das Wohlbefinden der Mitarbeiter gibt es viele verschiedene Maßnahmen, die langfristig die Gesundheit und die Motivation stärken.

Warum ist betriebliche Gesundheitsförderung im Unternehmen so wichtig?

Fitte Mitarbeiter machen den Unternehmenserfolg überhaupt
möglich. Und gutes Teamwork ist essenziell für ein gutes Ergebnis. Schafft man
die Voraussetzungen, dass sich das Team am Arbeitsplatz wohlfühlt, so schafft
man die Basis für ein gutes Betriebsklima.

Vorteile für das Unternehmen

  • die Arbeitszufriedenheit wird langfristig
    gesteigert
  • Krankenstände und Fehlzeiten werden vermindert
  • besseres Betriebsklima
  • die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter bleibt aufrecht
  • die Motivation der Mitarbeiter profitiert
  • gutes Image am Arbeitsmarkt

Vorteile für die Mitarbeiter

  • die individuelle Gesundheit wird gefördert
  • Stärkung der Belastungsfähigkeit
  • Arbeitszufriedenheit und Arbeitsmoral
    profitieren
  • insgesamte Steigerung der persönlichen
    Lebensqualität
  • Förderung eines guten sozialen Umfelds am
    Arbeitsplatz

Welche Bereiche umfasst die betriebliche Gesundheitsförderung?

Einige Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung kann man auch direkt im Unternehmen einsetzen.
Im Bereich der Ernährung kann man beispielsweise in der Kantine gesundes Essen
anbieten. Ein Obstkorb, oder gesunde Snacks wie Nüsse sind ebenfalls einfache
Maßnahmen, die einerseits den Mitarbeitern die Wertschätzung zeigen,
andererseits auch die Gesundheit fördern. Für die Arbeitsatmosphäre ist
insbesondere ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz wichtig, aber auch
Temperatur und Beleuchtung sollten stimmig sein.

Auch für das psychische Wohlbefinden kann man sorgen: Insbesondere
das soziale Umfeld im Betrieb, den Teamgeist und die Betriebsatmosphäre sollte
man fördern. Unter anderem geht dies durch gemeinsame Aktivitäten. Vorschläge im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung wären beispielsweise Lauftreffs, Nordic Walking, etc.

Eng hängen alle diese Faktoren auch mit der Firmenfitness
zusammen. Beginnt man den Tag mit gemeinsamen Übungen, oder macht ein
Gesundheitscoaching miteinander, so wird nicht nur die persönliche Gesundheit,
sondern auch der Teamgeist gestärkt. Bewegung bringt Abwechslung in den Alltag und
sorgt ebenso für die Gesundheit. Somit kann man typische Büroleiden wie Rückenschmerzen effektiv bekämpfen und verhindern.

Vorträge und Kurse können ebenfalls verschiedene
Gesundheitsthemen behandeln. Es gibt bereits viele verschiedene Angebote, aus denen man auswählen kann.

Fazit

Es ist also eine gute Idee, für die Gesundheit seiner
Mitarbeiter zu sorgen. Immerhin sind sie diejenigen, die ein Unternehmen erst
erfolgreich machen können! Betriebliche Gesundheitsförderung geht auch gemeinsam,
somit wird der Teamgeist gestärkt. Dabei lohnt sich der finanzielle Aufwand, der für die
Gesundheit ausgegeben wird, auf jeden Fall. Denn: Durch weniger Krankenstände
und bessere Produktivität werden wiederum Kosten eingespart.

Businesscoaching Firmenfitness

Firmenfitness: Teamgesundheit bringt Erfolg für’s Business

Gesunde Mitarbeiter sind unersetzbar für ein Unternehmen. Schließlich sind sie es, die den Erfolg überhaupt erst möglich machen. Deshalb sollte man immer wieder auf die Teamgesundheit achten. Beispielsweise wäre eine Möglichkeit dazu die Firmenfitness.

Was ist Firmenfitness?

Einfach gesagt beinhalten Firmenfitnessprogramme Maßnahmen, die innerhalb oder außerhalb des Unternehmens die Gesundheit der Mitarbeiter fördern sollen. Hierfür geht der Betrieb eine Partnerschaft ein, und stellt somit einen Zugang zu diesen Programmen bereit. Firmenfitness gehört zu den Mitarbeitervorteilen, und drückt somit auch die Wertschätzung des Arbeitgebers aus. Ergonomische Grundlagen spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Firmenfitness als Win-Win-Situation

Typische Büroleiden wie Rückenschmerzen verursachen Beschwerden für die Mitarbeiter und Kosten für die Arbeitgeber. Schließlich sind diese ein häufiger Grund für Krankenstände, und die Produktivität hängt natürlich auch von der Gesundheit der Arbeitnehmer ab. Mithilfe von Präventionsmaßnahmen und einem Angebot von Firmenfitness kann man gegen berufsbedingte körperliche Beschwerden effektiv vorgehen und typischen Volkskrankheiten vorbeugen. 

Gleichzeitig können die Arbeitnehmer auch persönlich von den gemeinsamen Aktivitäten profitieren – für die eigene Gesundheit, als Ausgleich im Arbeitsalltag und für eine bessere Lebensqualität.

Vorteile

Für die Arbeitgeber:

  • weniger Krankenstände
  • stärkeres Betriebsklima
  • Mitarbeiter werden produktiver und leistungsfähiger
  • der Betrieb wird zusätzlich für Bewerber attraktiver
  • ein fittes Team ist motivierter, außerdem wird die Bindung an das Unternehmen gestärkt

Für die Mitarbeiter:

  • effektive Förderung der körperlichen Gesundheit
  • das Teamgefühl wird weiter gestärkt
  • besseres Betriebsklima durch
    gemeinsame Aktivitäten
  • Stressresistenz wird zusätzlich gestärkt
  • Motivation und Zufriedenheit am Arbeitsplatz
    werden erhöht

Firmenfitness als Chance

Um mithilfe von Firmenfitnessprogrammen nachhaltige Erfolge zu spüren, haben die einzelnen Mitarbeiter meist nur einen geringen Zeitaufwand. Also liegen die Vorteile klar auf der Hand. Gesundheit im Betrieb kann beispielsweise durch gemeinsame Aktivitäten erfolgen, etwa durch Bewegungseinheiten, oder auch Workshops. Auch individuell abgestimmte Pläne für die Mitarbeiter werden angeboten. Prinzipiell gibt es Firmenfitnessangebote sowohl online als auch direkt im Betrieb, je nachdem was bevorzugt wird. Dabei sind auch verschiedene Schwerpunkte möglich, die man setzen kann. Auch ein Businesscoaching kann Erfolg für die Teamgesundheit bringen, wenn dementsprechende Inhalte vermittelt werden.

Fazit

Firmenfitness zeigt nicht nur die Wertschätzung des Arbeitgebers und macht somit den Betrieb attraktiv, sie steigert auch Produktivität und Leistungsfähigkeit und vermindert die Kosten, die durch Krankenstände entstehen könnten. Gleichzeitig können sich Arbeitnehmer über eine bessere Teamatmosphäre und persönliche Gesundheit freuen. Somit hat Firmenfitness das Potenzial, den Erfolg im Business zu steigern.

Businesscoaching Firmenfitness
Rückengesundheit im Außendienst

Rückenschmerzen im Außendienst

Menschen im Außendienst sind viel unterwegs. Lange Autofahrten, Termindruck und ein unregelmäßiger Tagesrhythmus können aber auf Dauer auch der Gesundheit schaden. Deshalb gehört der Außendienst zu den Berufsgruppen, die besonders häufig von Rückenschmerzen betroffen sind.

Rückenschmerzen im Außendienst

Im Außendienst gibt es viel Abwechslung, soziale Kontakte und reichlich Autonomie. Durch diese Tätigkeit verbringt man allerdings viel Zeit im Auto, und oftmals ist der Termindruck und der damit verbundene Stress hoch. Durch das viele Sitzen fehlt oft die Bewegung, die starre Haltung begünstigt die Entstehung von Rückenschmerzen und Nackenverspannungen. Deshalb sollten Menschen in diesem Tätigkeitsfeld besonders auf ihren Körper hören, und schnell handeln, damit keine langfristigen Folgen für die Gesundheit drohen.

Was macht das viele Autofahren mit dem Körper?

Zunächst einmal verbringt man beim Autofahren viel Zeit in einer starren Haltung. Das bedeutet eine große Belastung für Wirbelsäule, Muskeln und Bänder. Außerdem ist der Körper verschiedenen Kräften ausgesetzt, zum Beispiel beim Beschleunigen und Bremsen, aber auch der seitlichen Neigung in Kurven. Diese Belastungen, kombiniert mit der asymmetrischen Muskelanspannung beim Treten der Pedale, führen in Summe zu Verspannungen, Rückenschmerzen, sowie Nacken-, Kopf- und Schulterschmerzen.

Tipps für die Rückengesundheit im Außendienst

Der offensichtlichste Schritt ist wahrscheinlich, darauf zu achten, dass der Dienstwagen gut ausgestattet ist. So sollte der Autositz ergonomisch geformt, verstellbar und gut gefedert sein. Ein schallgedämpfter Innenraum und eine Klimaanlage, sowie eine Standheizung sind ebenfalls wichtig für das Wohlbefinden. Für Arbeiten im parkenden Auto gibt es auch spezielle Aufstellmöglichkeiten für Notebooks, um die Haltung zu verbessern.

Pausen einplanen ist ebenso wichtig. Hier sollte man das Auto immer wieder einmal verlassen und zum Beispiel auf einer Raststätte umhergehen. Vielleicht auch einmal Strecken, Lockerungs- und Dehnungsübungen machen. Oder die Telefonate im Stehen führen. Hauptsache, nicht zu lange am Stück sitzen!

Aber auch im Stau, vor Ampeln oder bei anderen unfreiwilligen Zwischenstopps kann man die Zeit nutzen, um den Rücken bewusst zu entspannen. Es hilft, sich kurz zu strecken, oder ganz bewusst die Muskeln anzuspannen, um anschließend wieder komplett locker zu lassen.

Um fit zu bleiben, sollte man auch auf die Ernährung achten. Das kann, besonders wenn man viel unterwegs ist, sehr schwer fallen. Trotzdem ist es wichtig, regelmäßig zu essen, und auch darauf zu achten, dass man nicht gerade von Fast-Food lebt. Für den Kreislauf sollte man außerdem genug trinken – am besten Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Fruchtsäfte.

Als Ausgleich für das viele Autofahren hilft es, sich in der Freizeit zu bewegen. Sport ist gesund, stärkt die Haltemuskulatur und trägt zu einem gesunden Rücken bei. Als Bonus hilft er auch bei der Stressbewältigung und unterstützt die psychische Gesundheit.

Unterstützend kann man sich auch immer wieder der eigenen Haltung bewusst werden, und in sich hineinhören, wie sich der Körper gerade anfühlt. Zwischendurch aufrichten, Anspannungen auflösen und die Haltung nicht starr werden lassen – so kann man seine Körperwahrnehmung und somit die Rückengesundheit nachhaltig stärken.

Die Psyche auch nicht vernachlässigen!

Auch wenn man es nicht sofort denken würde, aber für einen gesunden Rücken sollte man auch auf seine mentale Gesundheit achten. Schließlich beeinflusst die Psyche die Haltung und umgekehrt! Ohne ein gutes Zeitmanagement gerät man in diesem Beruf schnell einmal in den Dauerstress. Das versetzt den Körper in eine ständige Alarmbereitschaft und sorgt unter anderem für Verspannungen. So kommen Rückenschmerzen besonders im Außendienst häufig vor. Deshalb sind Zeitpuffer und Selbstorganisation, sowie ein ordentliches Zeitmanagement absolut wichtig für die Gesundheit im Außendienst. Entspannungsübungen und Wellness dürfen aber auch nicht fehlen, um den Stress bewältigen zu können.

Fazit

Auch wenn der Außendienst für Körper und Geist oftmals zur Belastungsprobe wird – mit einigen Tipps kann man sich Abhilfe verschaffen. Wenn jedoch besonders starke und/oder langanhaltende Schmerzen auftreten, sollte man unbedingt ärztliche Hilfe aufsuchen, um bleibende Schäden zu vermeiden. Langfristig gesehen ist es immer die bessere Option, auf seinen Körper zu hören!

Rückengesundheit im Außendienst

Businesscoaching für 5-25 Mitarbeiter

Businesscoaching
Rückenschmerzen bei Müttern, Stress, Verspannungen

Rückenschmerzen bei Müttern – Geht’s Mama gut, geht’s der Familie gut

Eltern schleppen viel mit sich herum – das Kind auf der Hüfte, vollbepackte Tasche in der Hand, und den Kopf voll mit all den Alltagssorgen. Da ist es kein Wunder, dass besonders bei Müttern von kleinen Kindern oftmals der Rücken schmerzt. Das muss jedoch nicht sein – man kann auch selbst etwas dagegen tun.

Woher kommen die Rückenschmerzen bei Müttern?

Da denkt man, dass die lästigen Haltungsthemen während der Schwangerschaft nach der Geburt endgültig abgeschlossen sind, doch in der Realität haben viele Mütter auch noch längere Zeit nachher Rückenschmerzen. In der ersten Zeit liegt das vor allem daran, dass das Bindegewebe für die Geburt gelockert wird, was sich auf Bandscheiben und Beckenstrukturen auswirkt, die nicht mehr ausreichend gefestigt sind.

Zwar werden diese Veränderungen meist wieder rückgebildet, aber auch der Alltag mit Baby und Kind kann zur Herausforderung für den Rücken werden. Häufiges (falsches) Bücken und Tragen des Kindes, Stillen in einer verkrampften Position, sowie nächtliches Aufstehen verstärken Verspannungen der Muskulatur. Außerdem kann es schnell einmal passieren, dass man im allgemeinen Trubel den Sport eher zurückstellt, dabei ist Bewegungsmangel ein Hauptauslöser von Rückenproblemen. Ist ein Babytragetuch nicht richtig gebunden, fördert es unter anderem ein Hohlkreuz und kann zu Rückenschmerzen führen. Außerdem darf man nicht die Belastung durch Stress und Hektik vergessen, die Verspannungen auslösen können.

Rückenschmerzen bei Müttern, Stress, Verspannungen

Was tun bei Rückenschmerzen?

Ein Lichtblick für betroffene Frauen ist, dass man auch selbst etwas dagegen tun kann, und dass diese Art der Rückenschmerzen auch meist nicht chronisch wird. Ein frühes Eingreifen ist jedoch zu empfehlen, da man beginnende Probleme leichter managen kann als langanhaltende Schmerzen. Besonders bei starken oder hartnäckigen Schmerzen sollte man unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Sich Zeit für sich selbst nehmen

Oft ist besonders die psychische Belastung im Alltag mit Kind hoch. Auch hohe Erwartungen an sich selbst spielen eine tragende Rolle. Deshalb ist es wichtig, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, und auf den eigenen Körper zu hören. Immer wieder innezuhalten und auf die Haltung zu achten gehört ebenso dazu! Auch Wellness darf man nicht vergessen: Schließlich werden Schmerzen oft von Verspannungen ausgelöst, und gegen diese ist Entspannung ein wirksames Gegenmittel. Deshalb sollte man auf sich selbst achten, um Wohlbefinden und Gesundheit zu fördern.

Vorbeugen

Schwangerschaftsgymnastik fördert die Rückengesundheit vor der Geburt, Rückbildungsgymnastik ist eine effektive Art, Schmerzen zu lindern und ihnen vorzubeugen. Außerdem hilft es, aktiv zu sein und sich zu bewegen. So kann man auch das Gleichgewicht zwischen Bauch- und Rückenmuskulatur wieder herstellen.

Den Alltag mit Kind rückenschonend gestalten

  • Beugen und Hochheben sollte man immer mit einem möglichst geraden Rücken. In die Knie gehen, das Kind nehmen und mit geradem Rücken hochheben, so kann man den Rücken schonen.
  • Beim Tragen des Kindes sollte man die Trageposition öfter wechseln, damit keine einseitige Fehlbelastung entsteht. Außerdem hilft es, wenn man das Gewicht möglichst nahe am Körper behält.
  • Rückenfreundliche Positionen beim Stillen sorgen für Entspannung und Wohlbefinden. Helfen kann hier zum Beispiel ein Stillkissen. Beim Wickeln sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass man die Höhe des Wickeltischs richtig wählt, sodass man aufrecht stehen kann.
  • Aktiv bleiben: Bewegung ist essenziell für einen gesunden Rücken. Auch bei einem vollbepackten Terminkalender können kurze Übungen in den Alltag integriert werden und die Gesundheit fördern. Oftmals werden Rückenschmerzen auch durch muskuläre Dysbalancen oder eine schwache Haltemuskulatur ausgelöst, deshalb können Kräftigungsübungen helfen. Und: Sport kann auch zum mentalen Wohlbefinden beitragen.

Auch wenn Rückenschmerzen für viele Mütter an der Tagesordnung stehen, gibt es doch viele Tipps, die dagegen helfen können. So wird der Alltag erleichtert und die Gesundheit nachhaltig gefördert.

Vorsätze einhalten

Wenn man sich etwas vornimmt, so stößt man schnell an seine Grenzen – einen Vorsatz einzuhalten kann ziemlich anstrengend sein! Damit Vorgenommenes auch tatsächlich klappt, hilft es, einige einfache Tipps und Tricks zu befolgen. Schließlich wird ein guter Vorsatz schnell zur neuen Gewohnheit, wenn man es schafft, motiviert zu bleiben.

Tipps für das erfolgreiche Einhalten von Vorsätzen

  1. Auswahl reduzieren

Zu viele Vorsätze auf einmal werden ganz bestimmt nix. Lieber auf realistische Ziele setzen und Schritt für Schritt Erfolge feiern!

  1. Vorsätze festhalten

Schriftlich Festgehaltenes fühlt sich sofort wichtiger und verbindlicher an. Und der Profi-Tipp: Aufgeschriebene Vorsätze griffbereit halten und immer wieder einen Blick darauf werfen, sei es am Badezimmerspiegel oder in der Geldtasche. So erhält man immer wieder einen Motivationsschub und wird erinnert, warum man die Gewohnheiten ändern möchte.

  1. Keine halben Sachen

Von Anfang an 100% für die neue Aufgabe geben! Ein „gemütlicher Start“ endet meistens darin, dass man genau auf diesem Anfangsniveau stehenbleibt. Dabei sind genau in den ersten Wochen Enthusiasmus und Schwung für die Ziele am wichtigsten.

  1. Positive Sprache

Negative Gedanken wie: „Ich habe keine Lust auf mein Rückentraining“ sind wahre Motivationskiller. Wenn man sich stattdessen sagt: „Ich fühle mich viel besser, nachdem ich mich bewegt habe“, verbindet man den Vorsatz gleich mit einem positiven Gefühl. So kann man sich immer wieder aufs Neue motivieren!

  1. Unterstützung

Es gibt wenig, was mehr anspornt als eine gesunde Gruppendynamik. In Gesellschaft findet man Unterstützung und Motivation!

  1. Belohnungen dürfen nicht fehlen!

Kleine Belohnungen, die Freude bereiten, machen es einfacher, Durststrecken zu überwinden. Erfolge gehören gefeiert! So hält man Vorsätze gerne ein und bleibt topmotivert.

Mit einigen Tricks behält man die anfängliche Motivation also gleich viel länger bei. Und wenn etwas einmal zur Gewohnheit geworden ist, braucht man schon viel weniger Energie, um einen Vorsatz einzuhalten. Egal ob man nun mehr Sport treiben will, sich vornimmt, mehr zu lesen, oder einen Anstoß braucht, um seinem Körper etwas Gutes zu tun – der erste Schritt ist immer der wichtigste (und schwierigste), und wenn man ein paar einfache Tipps beachtet, wird der Weg zum Erfolg gleich viel leichter!

Der Weihnachtsputz steht an – Ergonomie im Haushalt

Es ist wieder soweit – Weihnachtszeit!
Das bedeutet natürlich auch die ganze Arbeit, die mit so einem Fest verbunden ist. Geschenke kaufen, Kekse backen, Festlichkeiten organisieren… Auch der Weihnachtsputz steht wieder an, damit nicht nur der Christbaum, sondern das ganze Haus glänzt. Im ganzen Trubel der Feiertagsvorbereitungen vergisst man schnell einmal, auch auf sich selbst zu achten. Da kann es schnell einmal passieren, dass man unter dem Christbaum eine schöne Bescherung anderer Art vorfindet – in Form von Rückenschmerzen, Nackenverspannungen und einer eingeschränkten Bewegungsfreiheit. Damit so etwas nicht passiert, ist es besonders wichtig, auch im Haushalt auf die Ergonomie zu achten.

Ergonomie im Haushalt – was ist das?

Die Ergonomie hat das Ziel, die Arbeit so zu optimieren, dass für den Menschen möglichst geringe Belastungen entstehen. Zunächst denkt man hier klarerweise an den Arbeitsplatz – aber auch bei der Hausarbeit sollte man ergonomisch arbeiten. Das bedeutet unter anderem, dass man Fehlhaltungen und einseitige Belastungen vermeidet, sich seine Umgebung praktisch einrichtet und gute Geräte einsetzt. Denkt einmal daran, wie viel Zeit Putzen, Kochen und Wäsche machen jeden Tag in Anspruch nehmen kann – diese Arbeit summiert sich! Da ist es intelligent, sich diese Zeit so bequem und praktisch wie möglich zu gestalten.

Und wie geht das?

Besonders Rücken und Gelenke werden bei der Hausarbeit beansprucht. Eine gebückte Haltung beim Bodenwischen und ein krummer Rücken beim niedrigen Bügeltisch, repetitive und feste Bewegungen beim Scheuern von Schmutz und stundenlanges Schrubben ohne Pause sind ein Rezept für Rücken- und Handgelenksschmerzen sowie Verspannungen ohne Ende. Da hilft es, sich einige Tipps zu Herzen zu nehmen:

Die Umgebung sollte passen!

Besonders im eigenen Heim sollten Arbeitsflächen an die eigene Körpergröße angepasst sein. Das sorgt dafür, das eine aufrechte Haltung überhaupt erst möglich wird! Die großen Geräte (z. B. der Kühlschrank) sollten so platziert sein, dass sie gut zu bedienen sind, idealerweise auf Augenhöhe.

Bei längerem Stehen, zum Beispiel beim Bügeln oder in der Küche, kann man sich Entlastung suchen: Zum Beispiel durch spezielle Stehhocker, wodurch man nicht so schnell ermüdet.

Insbesondere Haushaltsgeräte sollten verstellbar sein. Ein Teleskopstiel beim Besen, bzw. ein Teleskoprohr beim Staubsauger sind ein Muss! Zur Ergonomie gehört auch, dass eine hohe Lärmbelastung möglichst vermieden wird – ein leiser Staubsauger schont als Bonus auch die Nerven der Nachbarn.

Arbeitseinteilung

Alles an einem Tag erledigen – nicht immer die beste Idee. Auch ein Weihnachtsputz soll lieber aufgeteilt werden, um die völlige Erschöpfung inklusive Verspannungen am Ende des Tages zu vermeiden.

Außerdem sollte man zwischen den einzelnen Arbeiten immer wieder die Körperposition verändern und Pausen einlegen. Das geht beispielsweise bei stehenden Arbeiten dadurch, dass man das Gewicht von einem aufs andere Bein verlagert. Für die Durchblutung kann man auch mit den Zehen wackeln! Das hört sich nach wenig an, ist aber dennoch effektiv. Immer wieder an Entspannungspausen denken, den Rücken zwischendurch dehnen und strecken, und leichte Lockerungsübungen für die Muskeln machen. So gerät man nicht so schnell in eine versteifte Fehlhaltung.

Ergonomisches Heben

Schwere Kisten mit Weihnachtsdeko sollte man aus der Hocke heraus mit geradem Rücken so nah wie möglich am Körper aufheben. Außerdem sollte man sich während dem Heben besonders schwerer Gegenstände nicht drehen. So vermeidet man schmerzhafte Quetschungen der Bandscheiben!

Den Körper unterstützen

Genügend Wasser und Nährstoffe sorgen dafür, dass sich der Körper regenerieren kann. Besonders im Winter ist es zwar verlockend, sich vor dem gemütlichen Kamin einzulullen, aber Bewegung ist trotzdem wichtig. Ein schöner Winterspaziergang sorgt zusätzlich noch für eine gute Sauerstoffversorgung! Aber auch drinnen kann man mit Homeworkouts und Fitnessübungen für einen gesunden Körper sorgen. Positiver Nebeneffekt: Weihnachtlicher Festtagsstress wird abgebaut.

Unterstützung holen!

Wenn möglich, kann man besonders bei schweren Arbeiten auch Unterstützung holen. Der Rücken freut sich nicht gerade, wenn man einen Weihnachtsbaum mit Ach und Krach gebückt das Stiegenhaus hochschleppt. Zusammenarbeiten hilft!

Man sieht also ganz klar – für die Gesundheit ist die Ergonomie auch im Haushalt unerlässlich. In diesem Sinne – frohe (aufrechte und schmerzfreie) Weihnachten!

Weihnachtsputz
Haltung Bewusstsein Reflexion

Haltung – Bewusstsein und Reflexion

Haltung Bewusstsein Reflexion

Oft gehen wir durch den Alltag, ohne auch nur einen Gedanken an unseren Körper zu verschwenden. 100 Gedanken kreisen im Kopf, man arbeitet die innere To-Do-Liste ab, und am Ende des Tages ist man so müde, dass man nur noch ins Bett fällt. Das selbe Spiel wiederholt sich dann am nächsten Morgen, und am nächsten, und am nächsten… bis man durch Rückenschmerzen und andere Signale des Körpers mit der Wahrheit konfrontiert wird: Hoppala, irgendetwas läuft hier falsch.

Dabei ist die Einstellung, Gedanken an den Körper zu „verschwenden“ schon einmal komplett falsch. Schließlich leidet auch die Psyche, wenn etwas auf der körperlichen Ebene nicht passt. Das strahlt man auch nach außen ab, und zusätzlich können gesundheitliche Probleme entstehen. Deshalb sollte man auf den eigenen Körper hören, sich seiner Haltung bewusst werden und darüber reflektieren.

Was bedeutet es, sich seiner Haltung bewusst zu werden?

Um zu wissen, ob die eigene Haltung aufrecht ist oder nicht, braucht man zunächst das Körpergefühl, um zu spüren, in welcher Position sich der Körper gerade befindet. Man sollte verstehen, wie eine aufrechte Haltung überhaupt aussieht und wie sie sich anfühlt.

Meistens ist unsere Haltung eine Sache der Gewohnheit. Deshalb kann man auch die Körperhaltung erst dann verbessern, wenn man auf unvorteilhafte Bewegungsmuster und Haltungsangewohnheiten aufmerksam wird. Das Ziel sollte sein, ungünstige Muster mit vorteilhaften auszutauschen und diese zur Gewohnheit zu machen.

Warum ist dieses Bewusstsein so wichtig?

Eigentlich ist unser Skelett darauf ausgelegt, den Körper aufrecht zu halten, ohne viel Energie zu verwenden, auch wenn die Schwerkraft auf ihn einwirkt. Wenn man allerdings eine ungünstige Haltung einnimmt, dann müssen die Muskeln diesen Job übernehmen: Dies ist nicht nur energieaufwändig, sondern schränkt auch die Bewegungsfreiheit ein. Durch diese ineffiziente Verwendung unserer Muskeln entstehen Verspannungen, die in Folge zu einem muskulären Ungleichgewicht und Schmerzen führen können.

Wenn diese Dysbalance zum Normalzustand wird, kann es herausfordernd sein, wieder in eine aufrechte Haltung zu gehen, weil man sich schon so daran gewöhnt hat, dass man das Ungleichgewicht womöglich gar nicht mehr wahrnimmt. Ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Haltung kann daher den vielen negativen Folgen einer ungünstigen Haltung vorbeugen und entgegenwirken.

Wie kann ich selbst meine Haltung bewusst wahrnehmen?

Der erste Schritt ist es, zunächst einmal den jetzigen Ist-Zustand der eigenen Haltung zu betrachten. Am einfachsten geht dies zum Beispiel vor dem Spiegel, oder man macht ein Foto von sich selbst. Man kann auch andere Menschen fragen, welche Haltung man normalerweise einnimmt. So kann man einiges erkennen: Habe ich womöglich eine Fehlhaltung? Neige ich manchmal zu einer zusammengesunkenen Haltung? Sitze ich oft lange krumm vorm Laptop und habe deshalb Nackenschmerzen? Hier geht’s auch zum Online-Haltungscheck, um Haltungsmuster zu erkennen. Es ist oftmals sehr aufschlussreich, über die eigene Haltung zu reflektieren! Insbesondere, wenn man bedenkt, dass auch Ausstrahlung und Selbstbewusstsein maßgeblich von der Körpersprache abhängen.

Anschließend sollte man die Haltung korrigieren, und spüren, wie sich das anfühlt. Nehme ich einen Unterschied wahr? Bin ich entspannt oder gibt es Anspannungen? Welche Muskeln jetzt benutzt, wo befindet sich mein Schwerpunkt? Bin ich fest geerdet und stabil, mit dem Gewicht gleich auf beiden Beinen verteilt? Wenn man dieses Bewusstsein und Körpergefühl verinnerlicht, braucht man später auch nur noch selten einen Spiegel oder ähnliches, um zu wissen, wann die Haltung passt. So kann man selber mehrmals am Tag selber abchecken, wie man im Moment steht oder sitzt, und sich wieder aufrichten, falls das nötig ist.

Außerdem können Übungen und Bewegung das Körperbewusstsein stärken. Für eine aufrechte Haltung ist es wichtig, dass man auch die Muskeln kräftigt! Man kann sich auch extern Unterstützung holen, zum Beispiel bei einem Haltungscoaching.

Fazit

Auch wenn man es manchmal nicht wahrhaben möchte: Man sollte auch dem eigenen Körper Aufmerksamkeit schenken. So vermeidet man gesundheitliche Probleme in der Zukunft, bekämpft schon vorhandene Fehlhaltungen und stärkt das Selbstbewusstsein. Eine aufrechte Haltung wirkt auch auf das Umfeld positiv und verbessert ganz nebenbei die Laune und die psychische Verfassung. Der erste Schritt auf dem Weg zur aufrechten Haltung ist, den eigenen Körper wahrzunehmen und ein Bewusstsein für die Körperhaltung zu entwickeln – bis man irgendwann ganz von selbst unbewusst die gute Haltung zur Gewohnheit macht.

Fehlhaltungenerkennen

Wie erkenne ich eine Fehlhaltung bei mir?

Fast jeder kennt sie: Rückenschmerzen, Nackenverspannungen und Co. Dabei entstehen diese nicht über Nacht, und meistens besteht schon lange eine Haltungsschwäche, die diese Schmerzen auslöst. Nun stellt sich die Frage aller Fragen: Wie erkenne ich eine solche Fehlhaltung bei mir?

Signale des Körpers

Eine schlechte Körperhaltung äußert sich oft schon durch Signale, die der Körper schickt. Dazu zählen unter anderem Verspannungen, schief abgelaufene Schuhe, Rücken- und Nackenschmerzen und körperliche Abgeschlagenheit. Außerdem sind Körper und Geist eng miteinander verbunden, und so kann sich eine Fehlhaltung auch in einem schlechten Gemütszustand äußern.

Sich selbst beobachten

Besonders wichtig ist es außerdem, sein eigenes Körperbewusstsein zu stärken und die eigene Haltung zu beobachten. Das funktioniert zum Beispiel gut im Spiegel, oder indem man ein Foto von sich macht. So kann man immer wieder wahrnehmen und reflektieren, wie es mit der eigenen Körperhaltung aussieht. Möchte ich etwas ändern? Sieht es aufrecht und gerade aus? Sind meine Schultern zu weit hochgezogen, ist mein Kopf vorgestreckt? Oder stehe ich ganz krumm da und meine Wirbelsäule macht einen Bogen…

Auch im Alltag sollte man immer wieder überprüfen, wie man gerade sitzt – zum Beispiel bei der Arbeit. Schließlich kann die Macht der Gewohnheit eine schlechte Haltung fördern, wenn man nicht dagegen arbeitet! Sich immer wieder bewusst aufzurichten kann einen großen Unterschied machen.

Warum ist es so wichtig, eine Fehlhaltung früh genug zu erkennen?

Weil sich mit der Zeit eventuell vorhandene Haltungsschwächen immer weiter verfestigen können, ist es besonders wichtig, dem früh entgegenzuwirken. Schließlich können mit der Zeit Rückenschmerzen, Verspannungen und gesundheitliche Probleme durch die einseitige Belastung entstehen. Auch Schmerzen in den Kniegelenken, den Schultern und den Hüften können die Folge einer Haltungsschwäche sein: Bei starken Schmerzen sollte man gegebenenfalls auch ärztliche Hilfe aufsuchen. Außerdem schlägt sich eine Fehlhaltung auch auf die Psyche nieder, eine aufrechte Haltung hingegen verbessert die Laune und Gesundheit.

Und was kann man gegen Fehlhaltung machen?

Je früher desto besser gilt auch hier. Dennoch ist es nie zu spät, aktiv zu werden und zu handeln. Das schlechteste ist vermutlich, wenn man einfach gar nichts gegen seine Fehlhaltung macht.

Der erste Schritt ist immer, das eigene Körpergefühl zu stärken, und sich seiner Haltung bewusst zu werden. Das bewusste Aufrichten kann schon sehr viel bewirken! Mithilfe von Sport kann man die Muskeln kräftigen, um so Haltungsschwächen vorzubeugen und entgegenzuwirken. Außerdem sollte man Dehnübungen gegen Verspannungen einsetzen. Bestimmte, gezielte Übungen sind hierbei besonders effektiv. Man kann sich auch zusätzlich Unterstützung holen – zum Beispiel bei einem Haltungscoaching.

Du möchtest mehr Informationen über deine Haltung:: Hier geht’s zum Haltungscheck.

Haltung erkennen - Fehlhaltung

Ergonomie – warum ist sie so wichtig?

Auch wenn wir es oft nicht wissen: Jeder kommt regelmäßig mit der Ergonomie in Kontakt. Sie beeinflusst unser tägliches Leben maßgeblich. Sogar gesetzlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, auf die Ergonomie am Arbeitsplatz zu achten!

Deshalb ist es besonders wichtig, über dieses Thema informiert zu sein. Schließlich schützt eine ergonomische Arbeitsgestaltung vor Gesundheitsschäden und hilft, den Alltag besser zu gestalten.

Was versteht man unter Ergonomie überhaupt?

Die Ergonomie ist die Wissenschaft von den Gesetzmäßigkeiten menschlicher bzw. automatisierter Arbeit. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern „ergon“ (Arbeit) und „nomos“ (Gesetz) zusammen. Frei übersetzt versteht man darunter die Anpassung der Arbeitsbedingungen an den Menschen und nicht umgekehrt.

Was ist das Ziel von Ergonomie?

Das oberste Ziel der Ergonomie ist die menschengerechte Arbeitsgestaltung. So sollen Arbeitsbedingungen, Arbeitsablauf und Arbeitsgeräte räumlich und zeitlich verbessert angeordnet werden. Für ein optimales Arbeitsergebnis sind auch optimale Arbeitsgeräte Voraussetzung, und die arbeitenden Menschen sollten möglichst wenig ermüden und keinen Schaden erleiden.

Die Ergonomie legt ein Augenmerk auf die Benutzerfreundlichkeit, Arbeitsorganisation, Verbesserung des Arbeitsplatzes und in unserem Zeitalter auch auf die Mensch-Maschine-Schnittstelle.

Es geht also in der Ergonomie um viel mehr als um einen angepassten Schreibtischstuhl, auch wenn dieser natürlich wichtig ist. Der Arbeitsplatz sollte rundum und ganzheitlich ergonomisch sein. Äußere Umwelteinflüsse spielen hierbei ebenso eine Rolle.

Und warum ist Ergonomie jetzt für mich wichtig?

Da man sehr viel Zeit am Arbeitsplatz verbringt, sollte man darauf achten, dass die Gesundheit dort nicht leidet. Auch in der Freizeit ist es wichtig, bei verschiedenen Tätigkeiten eine ergonomische Haltung einzunehmen, und sich eine angepasste Arbeitsumgebung zu schaffen. Als Arbeitnehmer sollte man außerdem über seine Rechte und Pflichten informiert sein. Dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, auf die Ergonomie zu achten, wissen viele nicht. Sollten sie aber unbedingt!

Ergonomie am Arbeitsplatz

Jedes Berufsbild hat verschiedene gesundheitliche Anforderungen. Ist auch klar: Ein Büroangestellter wird auf seinem Arbeitsplatz andere Herausforderungen meistern als eine Industriearbeiterin am Hochofen. Trotzdem hat die Ergonomie in allen Berufsfeldern das Ziel, eine natürliche Körperhaltung zu fördern, Bewegungsspielraum zu gewährleisten und den Arbeitsplatz an die individuellen Körpereigenschaften anzupassen.

Ergonomie im Homeoffice

Besonders durch die derzeitige Pandemie steht das Homeoffice hoch im Kurs. Besonders wichtig ist es, in dieser Situation darauf zu achten, dass man nicht auf einen gut eingerichteten Arbeitsplatz vergisst. Deshalb: Auch zuhause darf ein ergonomischer Bürostuhl und Schreibtisch nicht fehlen, um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen! Außerdem sollte man sich regelmäßig Pausen gönnen.

Arbeiten mit schweren Lasten

Hier muss der Arbeitgeber dafür sorgen, dass geringstmögliche Belastungen des Bewegungs- und Stützapparates bei den Arbeitern entstehen. Konkret bedeutet das, dass

  • geringere Lasten und kleinere Gebinde,
  • Hebehilfen und Transportgeräte
  • Zusammenarbeit und
  • Erholungspausen

die Belastung verringern.

Ergonomie im Büro

Hier sollten Bürostuhl, Schreibtisch und Bildschirm aufeinander abgestimmt sein. Besonders wichtig ist die Einstellbarkeit an die Körpergröße. Schließlich verbringt man viel Zeit im Sitzen! Ebenso wichtig: angenehme Beleuchtung, gute Luftqualität und ein niedriger Lärmpegel.

Bei der Bildschirmarbeit muss man darauf achten, für die Augengesundheit regelmäßig Pausen einzulegen. Dehnen oder kurze Bewegung zwischendurch helfen außerdem gegen Verspannungen.

Ergonomie in der Pflege

Ein unterschätztes Thema ist die Ergonomie in der Pflege. Dabei werden viele helfende Tätigkeiten in vorgebeugter Haltung durchgeführt – eine große Belastung für den Körper. Außerdem entstehen hohe Belastungen aufgrund von langen Arbeitszeiten oder strukturellen Überforderungen. Diesen „unsichtbaren“ Teil der Ergonomie darf man nicht vergessen! In diesem Tätigkeitsfeld sind die richtige Hebetechnik, Zusammenarbeit und der Einsatz von technischen Hilfsmitteln wichtig. Außerdem sollten die Betten der zu pflegenden Personen richtig höhenverstellt werden. In der Freizeit kann eine gesunde Mischung aus Sport und Erholung Belastungen reduzieren.

Belastende Umgebungseinflüsse

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen müssen vor widrigen Umgebungseinflüssen geschützt werden. Beispiele hierfür wären:

  • Lärm
  • Hitze und Kälte
  • Strahlung
  • Dämpfe und Staub
  • schlechte Lichtverhältnisse

Dafür gibt es auch verschiedene Verordnungen, Richtlinien, Grenzwerte und Schutzmaßnahmen, zu denen die Arbeitgeber verpflichtet sind.

Wie kann ich Ergonomie in mein Leben integrieren?

Sowohl am Arbeitsplatz als auch im restlichen täglichen Leben ist die Ergonomie wichtig.

Den Arbeitsplatz sollte man möglichst individuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Auch Arbeitsabläufe sollte man optimieren. Richtige Hebetechniken und Tipps für die Haltung können zum Beispiel bei Weiterbildungen oder Coachings gelehrt werden. So profitieren Gesundheit und Arbeitsleistung gleichermaßen. Aber auch Kinder und Jugendliche sind von diesem Thema betroffen, beispielsweise in der Schule, aber auch beim Lernen zuhause. Hier sollte man besonders auf Möbel achten, die man an die Körpergröße anpassen kann.

Auch bei der Hausarbeit können vergleichsweise kleine Schritte einen großen Unterschied machen: Man kann zum Beispiel auf ein ergonomisches Bügelbrett achten. Besonders wichtig ist es außerdem, auf Pausen zwischendurch zu achten, sich beispielsweise öfters einmal kurz zu dehnen und sich zu bewegen. So kann man Verspannung vermeiden.

Man kann mit der Ergonomie also bereits mit vergleichsweise kleinen Schritten große Vorteile erzielen: Die Gesundheit verbessert sich, außerdem profitiert auch die Arbeitsqualität. Wir sollten also alle mehr auf die Ergonomie achten!

Besonders ausführliche Informationen zu diesem Thema stellt auch die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt zur Verfügung. 

Ergonomie am Arbeitsplatz