Rückengesundheit im Außendienst

Rückenschmerzen im Außendienst

Menschen im Außendienst sind viel unterwegs. Lange Autofahrten, Termindruck und ein unregelmäßiger Tagesrhythmus können aber auf Dauer auch der Gesundheit schaden. Deshalb gehört der Außendienst zu den Berufsgruppen, die besonders häufig von Rückenschmerzen betroffen sind.

Rückenschmerzen im Außendienst

Im Außendienst gibt es viel Abwechslung, soziale Kontakte und reichlich Autonomie. Durch diese Tätigkeit verbringt man allerdings viel Zeit im Auto, und oftmals ist der Termindruck und der damit verbundene Stress hoch. Durch das viele Sitzen fehlt oft die Bewegung, die starre Haltung begünstigt die Entstehung von Rückenschmerzen und Nackenverspannungen. Deshalb sollten Menschen in diesem Tätigkeitsfeld besonders auf ihren Körper hören, und schnell handeln, damit keine langfristigen Folgen für die Gesundheit drohen.

Was macht das viele Autofahren mit dem Körper?

Zunächst einmal verbringt man beim Autofahren viel Zeit in einer starren Haltung. Das bedeutet eine große Belastung für Wirbelsäule, Muskeln und Bänder. Außerdem ist der Körper verschiedenen Kräften ausgesetzt, zum Beispiel beim Beschleunigen und Bremsen, aber auch der seitlichen Neigung in Kurven. Diese Belastungen, kombiniert mit der asymmetrischen Muskelanspannung beim Treten der Pedale, führen in Summe zu Verspannungen, Rückenschmerzen, sowie Nacken-, Kopf- und Schulterschmerzen.

Tipps für die Rückengesundheit im Außendienst

Der offensichtlichste Schritt ist wahrscheinlich, darauf zu achten, dass der Dienstwagen gut ausgestattet ist. So sollte der Autositz ergonomisch geformt, verstellbar und gut gefedert sein. Ein schallgedämpfter Innenraum und eine Klimaanlage, sowie eine Standheizung sind ebenfalls wichtig für das Wohlbefinden. Für Arbeiten im parkenden Auto gibt es auch spezielle Aufstellmöglichkeiten für Notebooks, um die Haltung zu verbessern.

Pausen einplanen ist ebenso wichtig. Hier sollte man das Auto immer wieder einmal verlassen und zum Beispiel auf einer Raststätte umhergehen. Vielleicht auch einmal Strecken, Lockerungs- und Dehnungsübungen machen. Oder die Telefonate im Stehen führen. Hauptsache, nicht zu lange am Stück sitzen!

Aber auch im Stau, vor Ampeln oder bei anderen unfreiwilligen Zwischenstopps kann man die Zeit nutzen, um den Rücken bewusst zu entspannen. Es hilft, sich kurz zu strecken, oder ganz bewusst die Muskeln anzuspannen, um anschließend wieder komplett locker zu lassen.

Um fit zu bleiben, sollte man auch auf die Ernährung achten. Das kann, besonders wenn man viel unterwegs ist, sehr schwer fallen. Trotzdem ist es wichtig, regelmäßig zu essen, und auch darauf zu achten, dass man nicht gerade von Fast-Food lebt. Für den Kreislauf sollte man außerdem genug trinken – am besten Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Fruchtsäfte.

Als Ausgleich für das viele Autofahren hilft es, sich in der Freizeit zu bewegen. Sport ist gesund, stärkt die Haltemuskulatur und trägt zu einem gesunden Rücken bei. Als Bonus hilft er auch bei der Stressbewältigung und unterstützt die psychische Gesundheit.

Unterstützend kann man sich auch immer wieder der eigenen Haltung bewusst werden, und in sich hineinhören, wie sich der Körper gerade anfühlt. Zwischendurch aufrichten, Anspannungen auflösen und die Haltung nicht starr werden lassen – so kann man seine Körperwahrnehmung und somit die Rückengesundheit nachhaltig stärken.

Die Psyche auch nicht vernachlässigen!

Auch wenn man es nicht sofort denken würde, aber für einen gesunden Rücken sollte man auch auf seine mentale Gesundheit achten. Schließlich beeinflusst die Psyche die Haltung und umgekehrt! Ohne ein gutes Zeitmanagement gerät man in diesem Beruf schnell einmal in den Dauerstress. Das versetzt den Körper in eine ständige Alarmbereitschaft und sorgt unter anderem für Verspannungen. So kommen Rückenschmerzen besonders im Außendienst häufig vor. Deshalb sind Zeitpuffer und Selbstorganisation, sowie ein ordentliches Zeitmanagement absolut wichtig für die Gesundheit im Außendienst. Entspannungsübungen und Wellness dürfen aber auch nicht fehlen, um den Stress bewältigen zu können.

Fazit

Auch wenn der Außendienst für Körper und Geist oftmals zur Belastungsprobe wird – mit einigen Tipps kann man sich Abhilfe verschaffen. Wenn jedoch besonders starke und/oder langanhaltende Schmerzen auftreten, sollte man unbedingt ärztliche Hilfe aufsuchen, um bleibende Schäden zu vermeiden. Langfristig gesehen ist es immer die bessere Option, auf seinen Körper zu hören!

Rückengesundheit im Außendienst

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Businesscoaching

Die richtige Haltung im Schlaf

Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens im Schlaf. Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass man auch die Schlafumgebung gut an den Körper anpassen sollte, um Verspannungen und Schmerzen zu vermeiden. Für die Gesundheit spielt die richtige Haltung im Schlaf eine wichtige Rolle.

Haltung im Schlaf

Die Rückenlage

Für Nacken und Rücken am gesündesten ist die Rückenlage. Die Wirbelsäule ist in dieser Schlafposition gerade. Vor allem, wenn man mit Verspannungen zu kämpfen hat, ist das Schlafen auf dem Rücken vorteilhaft. Hierbei ist es allerdings wichtig, ein dünneres Kissen zu wählen, da sonst der Nacken und Rücken nicht vollständig entlastet werden können.

Ausnahme hier sind jedoch Personen, die mit dem Schnarchen zu kämpfen haben, da es zu Atemaussetzern kommen kann. Die Zunge könnte nämlich etwas in den Rachen zurückfallen, wodurch sich die Atemwege verengen. Somit entstehen Schnarchgeräusche, bei einer besonders schmalen Verengung kann der Atem sogar aussetzen. Wenn dies unentdeckt bleibt, können ernste gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck und hoher Puls entstehen. In Folge ist auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöht.

Die Seitenlage

Auf der Seite zu schlafen kann hingegen Schnarchen reduzieren. Allerdings kann diese Position die Wirbelsäule teilweise stauchen. Auch Hüften und Knie können etwas darunter leiden. Hier kann ein Kissen zwischen den Knien Abhilfe verschaffen. Außerdem sollte man den Hohlraum zwischen Schulter und Hals mit einem Kissen auffüllen.

Auf der rechten Seite zu schlafen kann für Menschen mit Herzinsuffizienz besonders gesund sein, da die Hauptschlagader nach links gebogen ist, und das Blut daher leichter nach oben gepumpt werden kann. Sodbrennen kann man hingegen in der linken Seitenlage vorbeugen, weil der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre verhindert wird.

Die Bauchlage

Eher unvorteilhaft ist hingegen die Bauchlage. Der Hals ist hierbei verdreht und man überlastet den Nacken. Sogar die Kiefergelenke kann diese Position beanspruchen, oder es kann zu Verspannungen im Gesichtsbereich kommen. Außerdem klagen manche Bachschläfer über nächtlich eingeschlafene Arme, Hände oder Finger.

Was ist nun die optimale Schlafposition?

Es gibt nicht eine einzige richtige Haltung im Schlaf. Schließlich bewegt man sich auch während des Schlafes. So ist auch für den Rücken ein Wechsel aus Rücken- und Seitenlage am besten. Hierbei vermeidet man eine einseitige Belastung der Wirbelsäule. Diese Wechsel geschehen aber auch ganz automatisch, außer eine unpassende Matratze oder ähnliches behindert sie. Ungünstig ist hingegen die Bauchlage.

Harte oder weiche Matratze

Die Wahl der Matratze kann einen großen Unterschied machen: Weder zu hart noch zu weich sollte sie sein. Eine zu harte Matratze zwingt oft in die Bauchlage, wobei die Wirbelsäule meist verdreht wird. Speziell die Halswirbelsäule wird in dieser Position besonders stark belastet. Sogar Bandscheibenvorfälle können begünstigt werden. Der Rücken kann sich auch auf diesen zu festen Matratzen nicht richtig entspannen, wodurch Verspannungen, Durchblutungsstörungen und Nervenquetschungen die Folge sein können, so Hans Malzl, Leiter der Physikalischen Schlafforschung des Instituts Proschlaf in Salzburg.

Aber auch zu weiche Matratzen sind nicht immer gut für den Rücken, weil die Wirbelsäule durchhängt. Fachleute raten daher oft auch vom Wasserbett ab, da es in der Körpermitte am stärksten nachgibt.

Idealerweise sollte die Unterlage den Schlaf in Seitenlage gestatten. Dabei sollten Schulter und Becken gerade so weit einsinken, dass die Wirbelsäule wie beim aufrechten Stehen gerade ist. Bandscheiben werden so am besten mit Nährstoffen versorgt und die Muskeln können sich entspannen. Voraussetzung dafür ist eine möglichst punktelastische Matratze, die besonders dem Körpergewicht des Schläfers angepasst ist. In der Rückenlage hingegen erhält die passende Matratze die natürliche Doppel-S-Form der Wirbelsäule. Nach ungefähr zehn Jahren sollte man eine neue Matratze anschaffen, da das alte Modell zwar noch gut aussehen mag, ergonomisch aber nicht mehr optimal ist.

Der Lattenrost und das Kissen

Der Lattenrost sollte die Matratze gut stützen und qualitativ hochwertig sein. Auch den Kopfpolster sollte man gut wählen: Mit einem schlechten Kissen können Probleme mit der Halsmuskulatur und Nackenverspannungen die Folge sein. Ein gutes Kopfkissen sollte den Nacken stützen und den Hohlraum, der zwischen Schulter und Wirbelsäule entsteht, ausfüllen. So sollte die Wirbelsäule vom Hals bis zum Becken auf einer geraden Linie liegen. Allgemein macht ein gutes Kissen außerdem Positionswechsel mit, da die meisten Menschen nicht in einer Haltung liegen bleiben.im.

Eine professionelle Beratung zu Matratze, Kissen und Schlafplatz ist sehr  empfehlenswert und bei der Wahl sollte auch nicht unbedingt gespart werden, da wir doch einen wesentlichen Teil unserer Lebenszeit schlafend verbringen. Die Wahl der Matratze und des Schlafplatzes sollte auf jeden Fall auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Holzarbeit

Haltung und Beruf – Gesundheit und Ergonomie am Arbeitsplatz

Holzarbeit

Viele Menschen im berufstätigen Alter verbringen einen Großteil ihres Tages am Arbeitsplatz. Daher sollte es auch keine Überraschung sein, dass sich Haltung und Beruf gegenseitig beeinflussen. Trotzdem wird oftmals über diese Thematik hinweggesehen – dabei ist es besonders wichtig, sich darüber zu informieren, um rechtzeitig präventive Maßnahmen zu ergreifen zu können.

Wer ist betroffen?

Nicht nur schwere, körperliche Arbeit, sondern auch das stundenlange Sitzen im Büro kann die Haltung negativ beeinflussen. Deshalb gibt es eine Vielzahl von Berufsfeldern, die die Entstehung von Haltungsschäden fördern können. Oftmals kommt es durch diese Fehlbelastungen zu Rücken- und Nackenschmerzen, aber auch andere gesundheitliche Leiden können zum Thema werden. Betroffen sein können also potentiell alle Berufstätigen.

Rückenschmerzen durch schwere Arbeit

Besonders in handwerklichen und körperlich anstrengenden Berufsfeldern hinterlässt die harte Arbeit oftmals gesundheitliche Spuren. Schweres Heben und Tragen, stundenlanges Knien oder verdrehtes Stehen belasten den Bewegungsapparat. Belastungen durch einseitige und monotone Körperbewegungen sind besonders am Industriearbeitsplatz eine sehr häufige Ursache für Rückenschmerzen. Die Wirbelsäule und die dazugehörigen Muskeln werden oftmals jahrelang einseitig belastet, was häufig zu einer Schonhaltung führt – die Muskulatur verkrampft sich. Auf Dauer bringt das den muskulären Stützmantel der Wirbelsäule aus dem Gleichgewicht: An verspannten Stellen kräftigen sich die Muskeln, während auf der gegenüberliegenden Seite die Muskelmasse immer weiter abnimmt. So verfestigt sich die Fehlhaltung, der Haltungsschaden lässt sich nicht mehr so einfach ausgleichen.

Beispiele für Berufe und Tätigkeiten, die den Rücken in dieser Hinsicht besonders belasten, gibt es viele: Im Baugewerbe, bei der Straßenmeisterei oder im Umzugsdienst schädigen das Heben, Halten und Tragen schwerer Lasten in einer oft gebeugten Haltung insbesondere die Wirbelsäule.
Arbeiten, bei denen besonders viel Steigen und Klettern erforderlich ist (man denke an Kranfahrer oder Techniker an einer Windenergieanlage) können durch die hohe Kraftanstrengung den Körper überfordern und den Rücken stark belasten.

Auch bei Berufen, bei denen man mit Bohrern, Stampfern oder Erdbaumaschinen arbeitet, wirken hohe Kräfte und zusätzliche Vibrationen auf den Körper ein. Besonders belastend für die Gelenke und den Rücken sind zum Beispiel ungünstige Körperhaltungen bei Maurern, Malern, Putzern oder Pflasterer. Aber auch Menschen, die in der Automobilwerkstatt, im Operationssaal oder im Friseursalon tätig sind, können betroffen sein.

Fließbandarbeiter kämpfen insbesondere mit repetitiven, monotonen Arbeitsabläufen, die die Sehnen und Bänder überlasten und Rückenschmerzen auslösen. Gerade in diesen Berufsfeldern sind die Arbeitenden besonders gefährdet für einen Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss. Auch Stress spielt keine unwesentliche Rolle beim Thema “Haltung und Beruf”.

Weitere Beispiele für besonders belastende Berufe wären die Arbeiten in der Pflege oder stehende Tätigkeiten – aber auch Musiker sind betroffen.

Haltungsschäden durch Bürojobs

Auch das lange Sitzen im Büroalltag ist nicht förderlich für eine aufrechte und gesunde Haltung: Durch die fehlende Dehnung verkürzen sich Muskeln, die Wirbelsäule wird durch falsches Sitzen stark belastet und die Rückenmuskulatur verkümmert nach und nach. Auch der Bewegungsmangel wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus.

Durch einen unergonomischen Arbeitsplatz und langes Arbeiten am Computer entstehen auch häufig Nackenbeschwerden, der Stress im Büroalltag trägt zusätzlich zu einer Fehlhaltung bei. Außerdem wird man vor dem Bildschirm schnell dazu verleitet, sich nach vorne zu beugen, die Halswirbelsäule zu überstrecken oder eine zusammengesunkene Position einzunehmen. Das kann besonders für die Bandscheiben zum Problem werden.

Was kann man dagegen tun?

Glücklicherweise kann man vielen dieser Beschwerden im Beruf entgegenwirken.

Zu Beginn sollte man den Arbeitsplatz ergonomisch gestalten: Büromöbel sollten beispielsweise verstellbar sein, um eine aufrechte Haltung zu ermöglichen. Beim Sitzen gilt der Grundsatz: „Die beste Sitzhaltung ist immer die nächste.“

Allgemein sollten auch die Arbeitsabläufe und Bewegungsmuster möglichst abwechslungsreich strukturiert werden, um die einseitigen Belastungen gering zu halten. Schweres Heben und Tragen sollte man im Berufsalltag möglichst vermeiden – Hebehilfen und Wagen leisten hier Abhilfe. Auch auf die richtige Hebetechnik sollte man achten!

Als Ausgleich zum Beruf sind Sport und Bewegung besonders wichtig – nicht nur in der Freizeit, sondern auch am Arbeitsplatz. So kann man bei einer sitzenden Tätigkeit immer wieder kleine Pausen zum Aufstehen und Gehen einlegen, oder bei Möglichkeit hin und wieder ein Stehpult benutzen.

Auch die Psyche sollte man nicht außer Acht lassen: Insbesondere Rückenbeschwerden lassen sich oft auf Stresssituationen zurückführen. Deshalb können Entspannungsübungen helfen, Anspannungen in den Muskeln zu lösen. Wie man seinen Stress reduzieren kann, ist sehr individuell: Oft können Massagen, Yoga und Meditation Wunder wirken, es können aber auch eine effektivere Aufgabeneinteilung und ein besseres Zeit-Management der springende Punkt sein.

Kräftigungs- und Dehnungsübungen können weiter die Gesundheit fördern. Hierzu kann man sich beispielsweise bei einem Haltungscoaching beraten lassen. Besonders wenn bereits Rückenschmerzen vorhanden sind, sollte man unbedingt handeln! Bei langanhaltenden Beschwerden sollte man auf jeden Fall ärztliche Hilfe aufsuchen, um dagegen ankämpfen zu können.

Prinzipiell kann man also sagen, dass der Zusammenhang zwischen Haltung und Beruf also fast jeden betrifft. Genauso vielfältig wie auch die Berufsfelder sind, sind leider auch die Ursachen und Auswirkungen von Haltungsschwächen am Arbeitsplatz. Um Fehlhaltungen zu vermeiden, sollte man bereits im Vorhinein handeln, bei bestehenden Belastungen gibt es viele Möglichkeiten, Abhilfe zu verschaffen.

Sitzen am Schreibtisch
Flachrücken

Flachrücken und was Haltungscoaching damit zu tun hat

Was ist ein Flachrücken?

Bei einem Flachrücken hat die Wirbelsäule keine natürliche Doppel-S-Form, sondern ist gerade gestreckt. Normalerweise würde diese Krümmung die täglichen Bewegungen abfedern – wenn sie fehlt, kann es zu Schmerzen bei den Betroffen kommen.

Meist kann man einen Flachrücken durch eine außergewöhnlich kerzengerade Körperhaltung und einen versteiften Hals erkennen. Besonders beim Heben von schweren Gegenständen kommt es häufig zu Problemen, da sich der Druck der Last nicht mehr gleichmäßig verteilt und es somit zur Überbelastung von Bandscheiben und Gelenken kommt. Außerdem entsteht ein hoher Druck auf die unteren Wirbelkörper, die schneller verschleißen. Daraus resultieren starke Rückenschmerzen, es können sich aber auch Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Reizbarkeit entwickeln.

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Flachrücken

Was sind Ursachen für einen Flachrücken?

Für einen Flachrücken gibt es viele verschiedene Ursachen. Einerseits kann er durch Haltungsfehler ausgelöst werden. Besonders häufig passiert dies während der Jugendzeit, da sich die Wirbelsäule in dieser Zeit noch im Wachstum befindet.

In dieser kritischen Wachstumsphase können vorübergehende Haltungsfehler in der Jugend dauerhaft werden, da sich die Wirbelsäule in ihrer weiteren Entwicklung an dieser falschen Haltung orientiert. So zum Beispiel kann Morbus Scheuermann als Ursache eines Flachrückens gelten.

Auch andere Erkrankungen der Wirbelsäule können ein Auslöser sein: Die Rachitis, eine Vitamin-D-Stoffwechselerkrankung, bei der die Knochen zu weich werden, kann dazu führen, dass sich die Wirbelsäule entgegen der natürlichen S-Krümmung in einen geradlinigen Verlauf verformt.

Es gibt auch Operationsfehler, wie zum Beispiel das falsche Anbringen von Implantaten an der Wirbelsäule, die einen gesunden Rücken in Richtung eines Flachrückens verformen.

Diagnose

An sich ist ein Flachrücken nur ein Symptom, weshalb die Diagnose auf Basis einer Grunderkrankung erfolgt. Ein Arzt bestätigt diese Diagnose mithilfe von Röntgenaufnahmen. Im nächsten Schritt ergründet man die Ursachen dieses Symptoms. Diagnose und Behandlung erfolgen allgemein durch einen Orthopäden oder einen Allgemeinarzt.

Komplikationen

Durch einen Flachrücken können starke Schmerzen entstehen, entweder unter Belastung oder auch in Form von Ruheschmerzen. So wird oftmals der Alltag des Patienten stark eingeschränkt. In vielen Fällen kommt es auch zu Müdigkeit und Antriebslosigkeit.

Diese Müdigkeit kann man häufig nicht mehr mit ausreichend Schlaf ausgleichen, weshalb ein allgemeines Krankheitsgefühl auftritt. Besonders Kinder können in ihrer körperlichen Entwicklung eingeschränkt werden. Auch für die Psyche werden diese Schmerzen zum Problem, deshalb könnten eventuell verschiedene seelische Beschwerden auftreten.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Manchmal ist es nicht notwendig, einen Flachrücken zu behandeln. Um weitere Beschwerden im Alltag zu vermeiden, sollte man ihn trotzdem gut beobachten und gegebenenfalls handeln. Ärztlicher Rat ist dann notwendig, wenn im Alltag Rückenschmerzen auftreten. Wenn das Heben von schweren Gegenständen oder alltägliche Bewegungen schmerzhaft sind, ist ein Arztbesuch also eine gute Idee!

Wenn der Flachrücken aufgrund eines Haltungsschadens entstanden ist, ist es besonders wichtig, früh genug zu handeln. Ein jüngeres Alter ist nämlich maßgeblich für den Heilungsverlauf und so kann man die normale Krümmung durch einfache Übungen annähernd wieder herstellen. 

Behandlung eines Flachrückens

In den meisten Fällen bereitet ein Flachrücken den Patienten wenig Probleme, weshalb selten eine Operation durchgeführt wird. Nur wenn die Bandscheiben und Gelenke verändert sind, muss möglicherweise die Wirbelsäule stabilisiert werden. Diese operativen Eingriffe sind aber nur bei einer sehr starken Ausprägung des Flachrückens nötig. Meistens reichen Balance- und Gleichgewichtsübungen auf unebenen Flächen aus, um die Wirbelsäule wieder in Balance zu bringen,

Der Patient lernt, wie er seine Körperhaltung kontrollieren kann, man fördert die Beweglichkeit verschiedener Wirbelsäulenabschnitte und stärkt die Muskulatur. Somit beugt man einer Versteifung des Körpers vor. Bei Beschwerden kann eine physiotherapeutische Behandlung Abhilfe verschaffen, Dehnübungen bekämpfen ein muskuläres Ungleichgewicht.

So ist es bei einer guten Mitarbeit der Betroffenen in vielen Fällen möglich, dass es wieder zu einer Beschwerdefreiheit kommt. Wenn dies nicht erreicht werden kann, wirkt man mit physiotherapeutischen Übungen und Trainings einer Verschlechterung entgegen, damit die Gesundheit aufrecht erhalten bleibt.

Wie kann ich einem Flachrücken entgegenwirken?

Am besten ist es, die Rücken- und Bauchmuskulatur mit geeigneten Übungen zu trainieren. Darüber hinaus sollte man immer auf eine aufrechte Körperhaltung achten – egal ob im Sitzen oder Stehen. Unterstützung kann man sich hierbei zum Beispiel bei einem Haltungscoaching suchen. Auch ergonomische Möbel, zum Beispiel im Büro, können eine gesunde Haltung unterstützen. Eltern sollten bei Kindern die Körperhaltung beobachten, um bei einem eventuellen Haltungsfehler früh genug ärztlichen Rat aufsuchen zu können.

Auch das Schuhwerk spielt eine wichtige Rolle: Weil die natürliche Pufferfunktion der Wirbelsäule bei einem Flachrücken fehlt, bieten gepolsterte Schuhe einen zusätzlichen Schutz für die Bandscheiben. Durch Barfußlaufen kann man das Fußgewölbe zusätzlich noch kräftigen, um Stöße gut abzufangen.

Allgemein gibt es also viele Möglichkeiten, einem Flachrücken entgegenzuwirken. So lässt sich das Leben meist mit wenigen Schritten erleichtern – wichtig ist nur, rechtzeitig damit zu beginnen.

Wie sich Haltung und Psyche beeinflussen

Innere und äußere Haltung beeinflussen sich gegenseitig

Körper und Seele gehören zusammen

Eigentlich ist den meisten Menschen intuitiv klar, dass man Körper und Psyche niemals getrennt beobachten kann: Schließlich spürt man es ja am eigenen Leib, dass das Herz bei Aufregung plötzlich schneller schlägt. Umgekehrt geht das natürlich genauso: Mit Kopfschmerzen ist meistens auch die Laune im Keller.

Deshalb sollte es auch wenig überraschend sein, dass Gefühle durch den Körper nicht nur ausgedrückt, sondern auch beeinflusst werden. Trotzdem wird häufig unterschätzt, wie groß der Einfluss des Körpers auf unser psychisches Wohlbefinden ist.

Warum eine aufrechte Haltung für die Psyche so wichtig ist

Eine aufrechte Haltung wirkt selbstbewusst, gut gelaunt, offen und energiereich. Und das hat auch einen Grund: Tatsächlich verbessert eine gute Haltung die Sauerstoffaufnahme, versorgt somit die Zellen mit Energie und vertreibt die Müdigkeit. Auch die Stimmung wird aufgehellt. Im Gegensatz dazu beeinflusst eine zusammengesunkene und gekrümmte Körperhaltung die Psyche negativ.

Die Krux: Häufig wird eine schlechte Haltung auch durch psychisches Unwohlsein, Sorgen und Stress überhaupt erst ausgelöst. Somit ist es einfach, in eine Art Teufelskreis zu geraten: Wir sind unglücklich und nehmen eine dementsprechende Haltung ein, was in Folge unsere Stimmung wieder drückt, und so weiter, und so fort. Es gilt, diese Spirale zu unterbrechen – aber wie?  

Der Körper als Bühne unserer Gefühle

Oft löst Stress Haltungsprobleme erst aus, oder verstärkt sie. In manchen Situationen – zum Beispiel bei Leistungsdruck in der Arbeit oder bei familiären Angelegenheiten – werden Überlebensstrategien in Gang gesetzt, die helfen sollen, mit diesen Belastungen umzugehen. Kurzfristig kann man diese angestaute Spannung oft durch Sport, Hobbys und Entspannungsverfahren abbauen. Wenn allerdings ein unbewältigter Dauerstress zum Normalzustand wird, macht sich diese Anspannung auch im Körper bemerkbar. Beispielsweise durch Muskelverspannungen, die wiederum Rückenschmerzen und Fehlhaltungen auslösen. Allgemein nennt man Beschwerden, die nicht auf körperliche, sondern psychische Ursachen zurückzuführen sind „psychosomatische Erkrankungen”. Dieser Begriff setzt sich aus den Wörtern Psyche (=Seele) und Soma (=Körper) zusammen. Es geht also um das Wechselspiel zwischen körperlichen und seelischen Vorgängen.

Auch für Betroffene einer Depression spielt diese Thematik eine große Rolle. Die psychische Erkrankung äußert sich auch oft in einer zusammengesunkenen, gebeugten und angespannten Haltung, die besonders den Halswirbelsäulenbereich belastet. In Studien konnte man unter anderem nachweisen, dass sich auch bei depressiven Patienten die Stimmung besserte, wenn die Haltung korrigiert wurde. Diese Erkenntnis kann auch in der Therapie angewendet werden.

Wie kann ich mein psychisches und körperliches Wohlbefinden verbessern?

  •          Stressbewältigungsmethoden anwenden: zum Beispiel Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung oder Atemtechniken
  •           genügend Schlaf
  •           Bewegung und Sport: Wichtig für Körper und Seele!
  •           an eine aufrechte Haltung denken
  •           sich bezüglich richtiger Kräftigungsübungen beraten lassen, beispielsweise bei einem Haltungscoaching
  •          Lockerungsübungen in den Alltag integrieren
  •           bei Schmerzen einen Arzt aufsuchen
  •           Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, falls herkömmliche Maßnahmen scheitern!

Für besonders Interessierte:

Das Wechselspiel von Körper und Psyche:

https://www.lzg-rlp.de/de/event/der-k%C3%B6rper-als-spiegel-der-seele-psychosomatische-erkrankungen-erkennen.html

Beiträge über Körperhaltung bei Angst und depressiven Symptomen:

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/ratgeber-archiv/meldungen/article/angst-und-depressive-symptome-koennen-anhaltende-rueckenschmerzen-verursachen/

https://www.praxis-wallbach.de/aktuelles/gesundheit-medizin/artikel/16434.html